Auf Betreiben des damaligen Schullehrers Michael Faistmantel wurde am 25. September 1904 im Gasthof Weißbacher die Musikkapelle Auffach gegründet. Faistmantel war sehr musikalisch und damals schon 70 Jahre alt! Insgesamt zählte man 22 Gründungsmitglieder, erster Obmann war vermutlich Johann Weißbacher vom Lehrerhäusl. Obwohl die Musikkapelle damit praktisch gegründet war, galt sie im Sinne des Vereinsgesetzes noch nicht als Verein. Ein gutes halbes Jahr nach der Gründung - am Palmsonntag 1905 - rückte die Kapelle erstmals mit den meist selbst gekauften oder durch Sammelgelder beschafften Instrumenten aus. Erst am 30. Dezember 1924 wurde die vor dem Gesetz gültige Gründungsversammlung nachgeholt. Die Kosten der gesamten Musikausrüstung beliefen sich auf 75.800.000 Kronen. 1930 konnte im Wirtshauskeller ein Musikzimmer eingerichtet werden. Seit 1959 trägt die Musik die Wildschönauer Tracht, im Jahre 1965 wurde die Umstimmung von hoher auf Normalstimmung durchgeführt. Von 1954 bis 1973 wurde als Probelokal der Schulungsraum der Feuerwehr für die Proben verwendet, im März 1973 übersiedelten die Musikanten in das Dachgeschoss der Volksschule. 1999 hat die BMK Auffach unter Obmann Fredi Silberberger im neuerbauten Anbau der Volksschule ein geräumiges und schmuckes Probelokal und zugleich Musikantenheim gefunden. Im Jahre 1977 wurde auf Initiative vom damaligen Obmann Peter Weißbacher der Musikpavillon im Ortszentrum von Auffach in über 1000 freiwilligen Arbeitsstunden durch die Musikanten erbaut und am 9. Juli konnte bereits zum ersten Mal ein Konzert abgehalten werden. Besonders stolz ist der Verein heute auf die Ausbildung der Jungmusikanten. Mit über 50 Jungmusikerleistungsabzeichen in Bronze, 29 in Silber sowie 8 in Gold stellt sie dies eindrucksvoll unter Beweis. Robert Weißbacher bestand außerdem die Prüfung zum Musiker-Leistungsabzeichen auf zwei verschiedenen Instrumenten mit sehr gutem Erfolg. 2004 feierte die Musikkapelle mit mehreren Veranstaltungen das 100jährige Jubiläum. Höhepunkt 2011 war wiederum das 56. Wildschönauer Talfest, eines der größten Feste seiner Art im Tiroler Unterinntal, welches von der BMK Auffach durchgeführt wurde. Das Talfest wird jährlich abwechselnd von den Musikkapellen Niederau, Oberau und Auffach organisiert. Die Musikkapelle Auffach setzt sich nunmehr aus 15 Musikantinnen und 37 Musikanten sowie vier Marketenderinnen zusammen (Stand Mai 2011). In Ausbildung stehen 7 Jungmusikanten, die von Kpm. Martin Spöck neben der normalen Jungmusikerausbildung in einer eigenen Jugendkapelle „eingeschult“ werden. Die Kapelle steht seit Nov. 2001 unter der bewährten Leitung von Obmann Konrad Hörbiger und seit Nov. 2005 unter Kapellmeister Martin Spöck.
Kapellmeister: Michael Faistmantel, Lehrer 1904 -1907 Johann Weißbacher, Lehrerhäusl 1908 – 1925 Peter Geiger, Schwaz 1925 – 1931 Adolf Mühlegger, Oberlehrer 1931 – 1932 Michael Silberberger, Salcher 1932 – 1963 Josef Weißbacher, Erlenheim 1964 – 1971 Werner Salzburger, Oberlehrer 1971 – 1973 Josef Weißbacher, Tegelhof 1973 – 1983 Peter Weißbacher, Café Martin 1983 – 1986 Josef Weißbacher, Tegelhof 1986 – 1990 Hannes Weißbacher, Café Martin 1990 – 2000 Robert Weißbacher, Astoria 2001 – 2005 Martin Spöck, Musiklehrer, seit Nov. 2005
Obmänner: Johann Weißbacher, Lehrerhäusl 1923 – 1925 Jakob Margreiter, Rainer 1925 – 1931 Gabriel Hausberger, Dillental 1931 – 1933 Josef Weißbacher, Waldheim 1933 – 1966 Peter Weißbacher, Café Martin 1966 – 1983 Klaus Niedermühlbichler, VS-Direktor 1983 – 1991 Fredi Silberberger, Wiesenstein 1992 – 2001 Konrad Hörbiger, Sonnrain, seit Nov. 2001
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Hinweis: Dieser Text ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der Geschichte der Musikkapelle Auffach. Die Musikkappelle verfügt seit 2004 über eine eigene, von Chronist Bernhard Silberberger verfasste Chronik. Diese wurde in den Jahren 2001 bis 2004 verfasst und wird laufend ergänzt. Wer Einblick in die detaillierte Geschichte der BMK Auffach nehmen möchte, kann sich jederzeit ein Duplikat dieser Chronik ausleihen. Nähere Auskünfte bei Obmann Konrad Hörbiger oder direkt bei Bernhard Silberberger, Tel. 05339/2520
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